Sei ein professioneller Therapeut

und dokumentiere professionell!

Übergabe von Patienten

 

Im optimalen Fall begleitet ein Therapeut einen Patienten über den gesamten Behandlungszeitraum. Bei Terminverschiebungen oder Krankheitsausfall ist dies jedoch nicht immer möglich. Es gibt kaum eine unangenehmere Situation im Praxisalltag, als einen Patienten eines Kollegen zu übernehmen und nicht zu wissen, was der Patient hat, welche Ziele verfolgt werden und wie die bisherige Therapie verlaufen ist. Im günstigsten Verlauf hat man die Chance, sich kurz mit dem Kollegen auszutauschen. Bei Zeitmangel oder einer Krankheitsvertretung ist jedoch selbst dies keine Option. Eine komplette Neubefundung würde eine wertvolle Behandlungseinheit kosten und einen unprofessionellen Eindruck machen. Was bleibt, ist die Patientenakte.

Ohne essenzielle Informationen wie die Anamnese, das Therapieziel, die bisherigen Maßnahmen etc. ist eine effiziente Behandlung nicht möglich und wie Dart spielen im Dunkeln. Vielleicht hat man Glück und wählt eine geeignete Technik aus, die Chance genau ins Schwarze zu treffen ist jedoch gering. Bei einer gut strukturierten Dokumentation erkennt der Therapeut hingegen binnen Sekunden die wichtigsten Informationen, um annährend auf den gleichen Wissenstand des Kollegen zu kommen. Sowohl der Patient als auch der Therapeut profitieren von einem organisierten Praxisablauf, bei dem trotz eines Therapeutenwechsels die Therapie nahtlos fortgesetzt wird. Das zeugt von Qualität, Professionalität und bewahrt den Therapeuten vor peinlichen Momenten.

 

Therapieerfolg beweisen

 

Wir Therapeuten sind immer wieder mit der Aufgabe konfrontiert zu beweisen, dass unsere Therapie wirkt. Jeder Therapeut hat Handwerkzeuge, um direkt in seiner Praxis den Behandlungserfolg zu kontrollieren. Dies können Messwerte von Bewegungsausmaßen, Ergebnisse von Tests, eine Schmerzskala oder Vorher-Nacher Vergleiche sein. Therapeuten lernen diese Optionen in der Ausbildung kennen. In der Patientenarbeit wird auf eine Auswertung dann häufig verzichtet, obwohl eine Übersicht über den Therapiefortschritt viele Vorteile bietet.

Zum einen ist es für uns eine objektive Möglichkeit unsere Therapie zu evaluieren. „Haben meine Maßnahmen den gewünschten Erfolg gebracht oder sollte ich vielleicht einen anderen Ansatz wählen?“ Eine ständige Kontrolle des Soll-Ist Zustandes hilft, zielgerichtet und effizient zu arbeiten. Darüber hinaus ist das Aufzeigen der Therapieerfolge die beste Motivationsspritze – sowohl für den Patient als auch den Therapeuten. Bewusst zu machen, was in der bisherigen Zeit alles bereits erreicht wurde, schützt vor dem häufig eintretenden Empfinden: „Ich habe das Gefühl, es tut sich nichts.“ Statt den Patienten zu überreden, dass es sich doch jetzt viel besser anfühle als zu Beginn der Therapie, wirkt ein Blick in die Dokumentation Wunder. Objektiv kann die Entwicklung vom ersten bis zum aktuellen Zeitpunkt nachvollzogen werden. Mit einem Blick werden die erreichten Ziele und die Verbesserungen deutlich und sorgen für weiteren Ansporn.

 

 

Grundlage für Therapieberichte

 

Therapieberichte sollen möglichst schnell gehen. Das geht nur mithilfe der Dokumentation. Jeder Therapeut kennt es: Wenn auf der Verordnung ein Kreuz bei Therapiebericht steht, dann wird automatisch anders dokumentiert als wenn das Feld leer ist. Statt jedoch nur im Kopf zu haben das später ein Bericht geschrieben wird, ist es noch praktischer schon bei der Dokumentation im Kopf zu haben, was in den Bericht rein gehört. Dafür ist es wichtig, dass in der Praxis eine einheitliche Struktur herrscht.

Sobald die Verordnung abgeschlossen ist, hilft die Dokumentation beim Schreiben massiv Zeit zu sparen. Schließlich weiß man genau, was in der Therapie passiert- und für den Bericht relevant ist. Rein aus dem Gedächtnis und ohne Dokumentation ist es annährend unmöglich einen guten Therapiebericht zu schreiben. 

 

Nachweis gegenüber Kassen und Gerichten

 

Die Rahmenverträge mit den Krankenkassen, sowie das Gesetz verlangt eine Dokumentation. Entsprechend gilt: Was nicht aufgeschrieben wurde, ist auch nicht passiert. Krankenkassen kontrollieren vermehrt die Therapiepraxen. Über Patientenbefragungen, allerdings ebenso durch persönliche Besuche, teilweise inkognito. Fällt dort auf, dass nicht dokumentiert wird, ist die Krankenkasse berechtigt, sich die gesamten Patientenakten der dort versicherten Personen anzusehen. Kann die Praxis dem nicht nachkommen, so kann die Krankenkasse die Koste selbst für bereits abgerechnete Verordnungen, zurück fordern. Das sind dann schnell fünfstellige Beträge.

Ähnlich verhält es sich bei Klagen von Patienten gegen die Praxis, beispielsweise wenn eine fehlerhafte Behandlung moniert wird. Hier gilt ebenso: Es haben die Techniken stattgefunden, die dokumentiert wurden. Ob die Maßnahme letztendlich fehlerhaft ausgeführt wurde, das kann der Patient meist nicht einschätzen. Aufgrund dessen gilt ebenso hier die Dokumentation als Nachweis Therapie.

 

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