Pflichtgründe für Dokumentation

Bei Verstoß drohen empfindliche Strafen

Patientenrechtegesetz

 

Gesetzlich sind die Patientenrechte in den §630a-h des BGBs festgehalten. Neben der grundsätzlichen Pflicht eine Patientenakte zu führen, ist dort ebenso präzisiert, welchen Inhalt sie umfasst. Dabei entscheidet der Behandelnde, ob er die Akte elektronisch oder auf Papier führt. Die gesamte Dokumentation ist dabei 10 Jahre aufzubewahren. Bei nachträglichen Änderungen muss der Ursprungstext weiterhin erkennbar sein. Sprechen keine erheblichen therapeutische oder Rechte Dritter dagegen, hat der Patient das Recht seine vollständige Patientenakte einzusehen und eine elektronische Abschrift zu erhalten.

Quelle: Patientenrechtegesetz im BGB

 

Rahmenverträge mit den Krankenkassen

 

Darüber hinaus legen die Rahmenverträge mit den Krankenkassen fest, dass im Sinne einer effektiven- und effizienten Therapie, zu jeder Behandlungseinheit ein Dokumentationseintrag anzulegen ist. Dabei ist die Verlaufsdokumentation im Umfang der Leistung inbegriffen ist und zählt somit mit zur Behandlung. Zum Mindestumfang der Dokumentation zählt die Aufzählung der einzelnen erbrachten Leistungen, die Reaktion des Patienten sowie ggf. auftretende Besonderheiten während der Therapie.

Quelle: Rahmenverträge vdek - gültige Fassung vom 01.04.2013

 

Bei Verstoß gegen die Dokumentationspflicht

Fehlende Dokumentation ist zum einen eine nichterbrachte, vertraglich festgelegte Sachleistung eines Therapeuten, zum anderen fehlt damit der Beweis der Behandlung. Eine nicht dokumentierte Therapieeinheit hat nicht stattgefunden. Aufgrunddessen ist es legitim, dass die Krankenkasse die Gelder von sämtlichen abgerechneten Leistungen der letzten Monate zurück verlangt, in sofern keine Dokumentation vorliegt. Im schlimmsten Fall droht sogar der Entzug der Kassenzulassung. Es ist Fakt, dass Krankenkassen ihre Versicherten nach den Abläufen in der Praxis befragen. Des weiteren sind immer wieder Lockvögel im Einsatz, die kontrollieren, ob dokumentiert wird. Die Strafen bei Vertragsbruch sind mit bis zu 50 000 € so hoch, dass der Dokumentationspflicht unbedingt nachgegangen werden sollte.

Quelle: Rahmenverträge vdek - gültige Fassung vom 01.04.2013

Warum es darüber hinaus massiv sinnvoll und für eine professionelle Therapie unabdingbar ist zu dokumentieren, erfährst du auf folgender Seite.

 

 

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